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Nussbaum nach Noten
Das muss einfach gesagt werden: Ein Konzert gibt Stefan Nussbaum nicht. Aber er singt, stept, flötet (und flirtet) und spielt Saxophon.
Tun andere auch? Ja, aber nicht ohne Saxophon.
Irgendwo zwischen Revue und Reisefieber schlägt seine Show ihre musikalischen Kapriolen und pfeift auf jeglichen Respekt vor instrumentellen Konventionen. Die Melodien hüpfen aus Glocken und Gläsern, aus Luftballons und Knopflöchern. Und das Publikum hat sich über Walzer und Wiegenlieder noch nie so amüsiert.
Aber manchmal staunt es einfach nur über die leise Poesie, die sich zwischen zwei Pointen schleicht, wenn Stefan Nussbaum plötzlich eine völlig andere Saite anschlägt. Doch schon im nächsten Takt findet sich der ein oder andere Zuschauer unversehens in das Spiel einbezogen.
Dabei ist soviel Charme und Spaß im Spiel, dass selbst der Schalterbeamte zur Stimmungskanone wird, ohne zu wissen, wie. Hauptsache, die anderen wissen's und klatschen und klatschen und klatschen ...